Die Serverbereitstellung ging schneller als gedacht und (sofern ich nichts vergessen habe) sollte hoffentlich wieder alles wie gewohnt funktionieren.

 

Hier noch ein kleiner Benchmark:

sysbench –num-threads=1 –test=cpu –cpu-max-prime=20000 run

Neuer Server: total time: 26.2912s
Alter Server: total time: 209.8124s

sysbench –num-threads=1 –test=memory –memory-block-size=1M –memory-total-size=100G run

Neuer Server:  total time: 12.0936s
Alter Server:  total time: 70.4926s

 

Inzwischen sind es gute vier Jahre in denen mir mein Server treue Dienste geleistet hat. In der langen Zeit gab es keinerlei Ausfall, der auf die Hardware zurückzuführen wäre. Lediglich einmal hat mir der SSH-Dienst einen Streich gespielt und keine Anmeldungen mehr akzeptiert. Ein kurzer Neustart und alles war wieder beim alten.

Der Zahn der Zeit ging leider nicht ganz spurlos vorbei an meinem treuen Server. Insbesondere der knappe Arbeitsspeicher hat immer wieder zu Engpässen geführt. In den kommenden Tagen wäre es wieder soweit gewesen, dem Hoster meines Vertrauens das Geld für den weiteren Betrieb zu überweisen. Allerdings habe ich mich dazu entschieden den Blog auf ein anderes System umzuziehen.

Schon lange wollte ich den technischen Unterbau etwas aktualisieren, ein paar weitere Dienste in Betrieb nehmen und mich von ein paar Altlasten trennen. Ich hoffe, mit dem neuen System werde ich eine ebenso stabile Plattform erhalten wie bisher.

Derzeit sieht es aber so aus, als würde der Umzug nicht unterbrechungsfrei ablaufen können. Von daher bitte nicht wundern, wenn am 6.11. erstmal die Lichter für einen (hoffentlich) kurzen Zeitraum ausgehen werden. Ich denke spätestens am 8.11. wird der Blog wieder das Licht der Welt, auf einem neuen Server erblicken.

Man darf gespannt sein, was die kommende Woche so bringen mag

Wer über einen schnellen Massenspeicher und viele CPU-Kerne verfügt um damit viele Hashsummen von großen Dateien berechnen möchte, der wird sich ärgern, dass ein

md5sum *

die Berechnungen lediglich sequenziell abarbeitet. Während ein CPU-Kern schwitzen muss, sieht der Rest tatenlos zu. Um den anderen Kernen ein wenig einzuheizen, kann man das GNU-Tool parallel einsetzen. Mit parallel werden mehrere Prozessinstanzen gestartet und die Arbeit gleichmäßig verteilt.

Ein möglicher Aufruf könnte so aussehen:

find /mnt/my/backup/dir -type f | parallel -j 4 md5sum

P.S. Wenn top die verschiedenen Prozessinstanzen zwar anzeigt, die unterschiedlichen CPU-Kerne aber trotzdem nicht ausgelastet sind, dann ist einer schneller Massenspeicher nicht schnell genug 😉

Eigentlich ist es nicht schwer, aber irgendwie kann ich es mir trotzdem nicht merken: Die drei kurzen Befehle um eine MySQL-Datenbank anzulegen, einen DB-Nutzer zu erzeugen und diesen auf die Datenbank zu berechtigen.

Aber vielleicht brauche ich es auch nur zu selten. Wenn also eine neue Web-Anwendung eingerichtet werden soll, hier die drei Befehle zum nachgucken:

 

drosan@drosansServer:~$ mysql -u dbUser -p

mysql> CREATE DATABASE db_name;

mysql> CREATE USER db_user;

mysql> GRANT ALL ON db_name.* TO db_user@localhost IDENTIFIED BY ‘MySuperSecretPassword’ WITH GRANT OPTION;

Anstatt dem Nutzer alle Rechte auf die Datenbank zu gewähren (siehe GRANT ALL), kann man die Berechtigungen auch einschränken. Das macht beispielsweise Sinn bei Backup-Usern die keine Berechtigung für DROP, DELETE oder UPDATE brauchen und auch nicht haben sollen. Hier noch zwei links: MySQL 5.7 Referenz – Grant und Minimum GRANTs needed by mysqldump

Gitkraken ist ein grafischer git Client der verschiedene Branches (siehe auch Wikipedia) eines Softwareprojektes visualisiert. Genau wie der Atom Editor basiert Gitkraken auf dem Electron-Framework. Dieses ermöglicht es auf Basis von Webtechnologien eine plattformübergreifende Anwendung zu entwickeln. Im Hintergrund arbeitet eine Chrome-Instanz um die Anwendung (bzw. die Webseite) in Form einer normalen Desktop-Anwendung darzustellen. Klingt etwas kompliziert, ist aber recht praktisch.

Problematisch wird es nur im Zusammenspiel zwischen Electron, Linux und Virtualbox. Sobald eine Electron-Anwendung gestartet wird, färbt sich das Fenster schwarz, lässt sich nicht mehr verschieben und die VM reagiert nach einer Zeit nicht mehr auf Eingaben. Wenn man die Anwendung über die Konsole startet, kann man noch etwas sehen wie

[11416:11416:0426/091256:ERROR:background_mode_manager_aura.cc(13)]
Not implemented reached in virtual void BackgroundModeManager::EnableLaunchOnStartup(bool)
[11481:11481:0426/091256:ERROR:sandbox_linux.cc(334)]
InitializeSandbox() called with multiple threads in process gpu-process
[11481:11481:0426/091256:ERROR:texture_manager.cc(2421)]
[.CommandBufferContext.Compositor-0x1c170573c2c0]GL ERROR :
GL_INVALID_ENUM : glTexImage2D: <- error from previous GL command
[11481:11481:0426/091256:ERROR:gles2_cmd_decoder.cc(2134)]
[.CommandBufferContext.CompositorWorker-0x1c170573c420]GL ERROR :
GL_INVALID_ENUM : GLES2DecoderImpl::DoBindTexImage2DCHROMIUM: <- error from previous GL command
[11481:11481:0426/091256:ERROR:gles2_cmd_decoder.cc(2134)]
[.CommandBufferContext.CompositorWorker-0x1c170573c420]GL ERROR :
GL_INVALID_VALUE : ScopedTextureBinder::dtor: <- error from previous GL command

Hintergrund des Problems ist ein Bug im Zusammenspiel zwischen der 3D-Beschleunigung von Virtualbox und der Linux-VM. Schaltet man die 3D-Beschleunigung aus (den Haken bei VM-Einstellungen -> Anzeige -> 3D-Beschleunigung entfernen), tritt der Fehler nicht mehr auf. Der Fehler ist im Forum von Virtualbox dokumentiert und wird hoffentlich mit einer der zukünftigen Versionen behoben.

Mit der Zeit sammeln sich verschiedenste Formen von Dokumenten im Dateisystem an. Irgendwelche open Books oder Tutorials als PDF, irgendwelcher Schriftverkehr zu Verträgen oder Rechnungen über Einkäufe. Man kann alles schön in einem Dateisystem ablegen aber spätestens wenn die Frage auftaucht “Wann habe ich eigentlich XYZ bestellt?” steht man vor einem Problem.

Um dieses Problem zu lösen gibt es verschiedene Desktop-Suchsysteme wie beispielsweise Beagle oder Tracker. Diese sammeln MetaDaten und indizieren im besten Fall auch den Inhalt des Dokumentes. So finde ich die passenden Dokumente ohne genau zu wissen wie der Dateiname lautet oder wo sie im Dateisystem abgelegt sind.

Einen Schritt weiter gehen die serverbasierten Dokumentenmanagement-Systeme (DMS). Diese speichern die Dokumente auf einer zentralen Serverinstanz, bieten eine Benutzerverwaltung und ermöglichen den Zugriff von verschiedenen Endgeräten aus.

Ein Platzhirsch (oder DER?) unter den DMS dürfte sicherlich Alfresco sein. Unter Debian wird über Apt LetoDMS zur Verfügung gestellt. Relativ neu unter den Open Source DMS dürfte Agorum sein. Alle drei Systeme sind Open Source, teilweise direkt verfügbar aber teilweise recht gut auf den Seiten der Hersteller versteckt. (Es gibt natürlich noch weitere Systeme, dies soll keinesfalls eine vollständige Auflistung sein)

Alfresco und Agorum sind im Vergleich etwas schwergewichtiger als Leto. Leto scheint ein PHP-System zu sein welches einfach auf einem LAMP-System installiert werden kann. Zwar bietet das Projekt eine Live-Demo an, leider konnte ich mich mit den genannten Zugangsdaten nicht anmelden. Auch auf der Webseite an sich bekam ich ab und an Fehlermeldungen. Auch der letzte Release Candidat stammt von September 2013, inwieweit es also mit dem Projekt weitergeht oder es noch weiterentwickelt wird ist mir nicht ganz klar.

Die beiden anderen Systeme basieren auf Java und werden durch einen eigenen ApplicationServer ausgeführt. Das ist zwar in der Installation und Einrichtung nicht ganz so schön, dafür ist der spätere Funktionsumfang einfach größer. Beide bringen gleich die eigene Laufzeitumgebung mit und bieten eine Setup-Routine um alles möglichst einfach einzurichten.

Zu Beginn wollte ich Agorum ausprobieren, das für mich interessanteste Feature ist die Anbindung an ein Groupware-System (Zarafa). Anschließend erfolgt ein kurzer Ausblick auf Alfresco. Vielleicht tu ich Leto unrecht aber der erste Eindruck vom System war für mich nicht sonderlich positiv, von daher werde ich mich bei den Testinstallationen auf Agorum und Alfresco beschränken.

Ich hoffe ich konnte euch einen kurzen Überblick über mögliche DMS geben 🙂

In der gestrigen Nacht hat Jessie nach rund 24 Monaten Testphase das Licht der Welt entdeckt und ist nun die stabile Version von Debian (siehe News). Während der Entwicklung zu Jessie gab es einige Kontroversen zu der Einführung von Systemd als Standard Init-Prozess.

Der Init-Prozess ist der erste vom System gestartete Prozess und kontrolliert den Start / Stop der anderen Prozesse (schön sichtbar auf der Konsole mit pstree). Viele haben sich daran gestört, dass Systemd wesentlich mehr Aufgaben erledigen möchte als bisherige Init-Systeme. Das führt zum einen dazu, dass mit der Standard Unix Philosophie gebrochen wird (Ein Programm für eine Aufgabe) und die technische Komplexität stark zunimmt.

Gegipfelt ist diese Diskussion mit der Ankündigung einiger Debian Entwickler das Projekt zu verlassen. Kurz darauf wurde mit Devuan ein Fork von Debian angekündigt. Natürlich ohne Systemd 🙂

Aber all das ist jetzt erstmal vergessen. Für mich als Anwender gab es bisher kaum Probleme mit Jessie (und wenn, dann nur während der Testphase). Wer möchte kann sich die aktuelle Version hier besorgen. Viel Spaß damit 🙂

Mit Vivaldi gibt es einen neuen (oder den neuen?) Stern am Browserhimmel. Die Idee zu Vivaldi entstand durch den Wechsel der zugrunde liegenden Engine des Opera-Browsers. Anstatt die Pflege und Wartung der eigenen Presto-Engine fortzusetzen, ist Opera inzwischen ein weiterer Browser der die Chromium Engine verwendet. Bei der (zweifelsfrei umfangreichen) Umstellung der Browser-Engine, sind jedoch viele für die Anwender lieb gewonnenen Funktionen auf der Strecke geblieben (gut nachzulesen hier und hier).

Der Wechsel von Opera 12 (Presto) zu Opera 15 (Chromium) beziehungsweise Opera 24 (Linux-Nutzer durften länger warten…) war schon eine große Umstellung. Anstatt Opera vor sich zu haben, fühlte es sich eher an wie “Chrome mit Opera-Logo”. Als Anwender hab ich mir damals gewünscht, dass man das Release der neuen Browser-Version etwas weiter hinauszögert um das ursprüngliche “Look & Feel” zu erhalten (oder wenigstens von Beginn an die Lesezeichen-Funktion einbaut).

Vivaldi greift nun den ursprünglichen Gedanken von Opera auf, ein schlanker und schneller Browser zu sein.

Derzeit gibt es Vivald in einer Tech-Preview. Es fehlen noch einige Funktionen (beispielsweise Bookmark-Sync oder Erweiterungen), der Browser an sich ist aber schon gut benutzbar.
Zwar gibt es kein Apt-Repository, es wird aber ein deb-Paket zum Download zur Verfügung gestellt.

Nach dem Download ist die Installation denkbar einfach:

(als root) dpkg -i vivaldi-preview_1.0.118.19-1_amd64.deb

Eventuell gibt es noch einen Fehler wegen ungelösten Abhängigkeiten.

Entpacken von vivaldi-preview (1.0.118.19-1) …
dpkg: Abhängigkeitsprobleme verhindern Konfiguration von vivaldi-preview:
vivaldi-preview hängt ab von libappindicator1; aber:
Paket libappindicator1 ist nicht installiert.

Das Problem wird einfach gelöst mittels:

(als root) aptitude install libappindicator1

Danach ist Vivaldi installiert und kann getestet werden. Viel Spaß damit 🙂

(Das Projekt freut sich natürlich über Feedback und Feature-Requests)

Irgendwie dachte ich immer, dass man unter Android eine extra App benötigen würde, um Screenshots zu erstellen. Auf der Suche nach einer, habe ich einen guten Trick entdeckt: Einfach die “Lautstärke leiser”- & “Power”-Taste gedrückt halten. Schon erstellt Android ab Version 4 einen Screenshot und speichert diesen in der Gallerie.

via Androidpit

Vor einigen Tagen ist Netflix in Deutschland gestartet. Jeder der sich zum Start per E-Mail benachrichtigen ließ, bekam noch einen Gutschein für einen Gratis-Monat. Wer nicht eine der unzähligen Netflix-Apps für Smartphones, Konsolen, Fernseher oder andere Geräte nutzen möchte, sondern einfach nur seinen PC, der hat derzeit unter Linux mit einigen Hürden zu kämpfen. Zwar muss man “nur” den User-Agent seines Browsers umschalten (siehe hier oder hier), nativer Support sieht aber anders aus.

Auf der Mailing-Liste der Ubuntu-Entwickler, ist jetzt jedoch eine Nachfrage eines Netflix-Mitarbeiters (oder -Entwicklers?) nach einer Lib-Aktualisierung aufgetaucht. Scheinbar wird die libnss3 in Version 3.16.2+ benötigt um das für Netflix notwendige DRM  zu unterstützen. Die lib in Debian Jessie ist aktuell genug um direkt mit dem Streaming zu starten (verwendet wird libnss3 in Version 3.17.1). Das ich das noch erleben darf 🙂
gefunden via Golem.de

Hier noch ein Review-Video von High5 zu Netflix (in Deutschland):